06.04.2010

Finissage der Ausstellung »Funde, die es nicht geben dürfte«

Blick in die Vitrinen der Ausstellung »Funde, die es nicht geben dürfte«. 
© Landesamt für Archäologie

Letzte Führung in der Archäologieausstellung

Noch bis zum 11. April zeigt das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig, im Böttchergäßchen 3, die Archäologieausstellung »Funde, die es nicht geben dürfte. Brunnen der Jungsteinzeit in Sachsen«. Seit der Eröffnung Ende Februar haben sich über 4 000 Gäste die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Landesamt für Archäologie realisiert wurde, angesehen. Beeindruckt waren sie vor allem von erstmals gezeigten, restaurierten Funden aus den Brunnen-Grabungen rund um Leipzig. »Was Archäologen hier in den letzen 15 Jahren ans Tageslicht förderten, ist geeignet, unsere bisherige Kenntnis von der Vorgeschichte Europas grundlegend zu ändern«, resümiert die Landesarchäologin Dr. Regina Smolnik. Fundplätze wie Eythra, Leipzig-Plaußig, Brodau und Altscherbitz sind feste Begriffe in der Forschung und bei interessierten Laien. Zu den seltensten Fundgruppen gehören Brunnenanlagen der Jungsteinzeit – einer Epoche vor etwa 7 000 Jahren, als die Menschen dieser Region sesshaft wurden. Sogar organische Materialien in großer Zahl haben sich in den tiefen Schächten unter Luftabschluss erhalten. Kannte man früher nur Steingeräte und Keramikfragmente, so liegt nun eine ganze Palette von exzellent gefertigten Alltagsgegenständen aus Holz, Knochen, Bast und Rinde vor uns.

In einem letzten Rundgang durch die Ausstellung am 11. April, um 16 Uhr, werden Archäologen des Landesamtes Rede und Antwort zu »Funden, die es nicht geben dürfte« stehen. Der Eintritt beträgt 3 €, ermäßigt 2 €; Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt. Geöffnet ist die Ausstellung jeweils von 10 bis 18 Uhr.

 

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