Ausgrabungen im ehemaligen Kloster Nimbschen bei Grimma, Kreis Leipzig, werden fortgesetzt

Umgestaltung der Klosteranlage zum Jubiläumsjahr 2017
Das im späten 13. Jahrhundert gegründete Nonnenkloster Marienthron bei Grimma spielte während der Reformationswirren eine Rolle, als 1523 neun Nonnen die Flucht aus dem Kloster gelang. Der Name Katharinas von Bora, eine der neun, ist seitdem mit dem Kloster verbunden, dessen Ruine heute den Ortsnamen trägt. Als eine der sächsischen Stätten der Reformation soll das ehemalige Klostergelände bis 2017 neu gestaltet werden. Um Anhaltspunkte über die mit Ausnahme eines Klausurgeäudes vollständig abgetragenen Anlage zu erhalten, werden in Zusammenarbeit mit der Stadt Grimma bis Ende Juni kleine Sondagen angelegt. Mittlerweile ist es möglich, die Kirche als einschiffige, über 50 m lange Halle zu und die Ausdehnung des Kreuzganges zu bestimmen.
Dr. Rebecca Wegener
Leiterin der Abteilung II Archäologische Denkmalpflege, Referatsleiterin Südwestsachsen: Landkreis Zwickau; Städte Chemnitz, Zwickau; historische Stadtkerne Dresden, Leipzig.
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