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Dokumentations- und Informationssystem Archäologie

Das Dokumentations- und Informationssystem Archäologie (DIA) dient dazu, archäologische Informationen aus dem gesamten Gebiet des Freistaats Sachsen aufzubewahren und zugänglich zu machen. Damit bildet es eine universelle Basis für die Bodendenkmalpflege, für wissenschaftliche Auswertungen und neuerdings sogar für die betriebswirtschaftliche Steuerung.
Bild: GIS-Karte mit archäologischen Denkmalen und Fundstellen

GIS-Karte mit archäologischen Denkmalen und Fundstellen 
(© Landesamt für Archäologie)

Die Informationen stehen vor allem den Gebietsreferenten des Landesamtes für Archäologie zur Verfügung, aber auch Denkmalschutzbehörden,  Planungsträger, wissenschaftliche Einrichtungen und viele Andere nutzen unsere Daten.
Das DIA beinhaltet Informationen zu
  • archäologischen Denkmalflächen (diese beinhalten vor Ort erhaltene archäologische Strukturen, liegen in ihrer vermuteten Ausdehnung vor und haben gesetzlichen Bezug)
  • archäologischen Aktivitätsstellen, z.B. Fundstellen, Grabungen, Negativstellen (diese beschreiben Orte, zu denen archäologisch relevante Informationen vorliegen, unabhängig davon, ob sie noch erhalten sind oder nicht)
  • Flächen archäologischer Untersuchungen

Der aktuelle Datenbestand umfasst (Januar 2012): 
  • 13129 archäologische Denkmale
  • 31498 beschreibenden Datensätze zu insgesamt  25760 Aktivitätsstellen
  • 33629 Aktivitäten, davon  9052 Grabungen (invasive Aktivitäten)
  • Im Jahr 2011 wurden 386 Aktivitäten erfasst, darunter 235 Grabungen (invasive Aktivitäten) sowie 62 Luftbildbefunde.

Es stehen umfangreiche Recherchemöglichkeiten zur Verfügung:
  • regionale und sachsenweite thematische Kartierungen
  • objektbezogene (nach Datierung und Ansprache des Denkmals / des Fundes)
  • aktivitätsbezogene (nach Art und Zeitpunkt der Aktivität)

Es können sowohl herkömmliche Kartierungen (Papier) als auch digitale Geodaten erstellt werden.


Bild: Entzerrte Luftaufnahme mit eingetragenen archäologischen Denkmalen in Dresden Striesen (li.) und Dresden Loschwitz (re.)

Entzerrte Luftaufnahme mit eingetragenen archäologischen Denkmalen in Dresden Striesen (li.) und Dresden Loschwitz (re.) 
(© Landesamt für Archäologie)

Seit 2002 nutzen wir die Vorteile standardisierter (OGC) Webdienste, um Geodaten über das Internet auszutauschen. Damit sind wir Vorreiter bei der Nutzung von Technologien, wie sie jetzt beim Aufbau der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) genutzt werden sollen.

 


Historische Karten bilden eine hervorragende, bis ins Mittelalter zurückreichende Informationsquelle zur geographischen Situation in Sachsen, die für verschiedenste archäologische Fragestellungen bedeutsam sind. Die wichtigsten, für umfassende Gebiete Sachsens verfügbaren historischen Kartenwerke sind der „Oeder“ (Ur-Oerde, Oeder-Zimmermann) aus der Zeit um 1600 sowie die Meilenblätter von Sachsen (Dresdener, Berliner und Freiberger Exemplar) aus der Zeit um 1800. Beide Quellen können im Landesamt für Archäologie über das Geoinformationssystem digital genutzt werden. Die Berliner Meilenblätter (© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz) stehen als Geodatendienst der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden zur Verfügung (http://www.htw-dresden.de/fakultaet-geoinformation/personal/professoren/prof-dr-ing-mueller/forschung.html). Die Scans des Or-Oeder (© Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden) wurden im Landesamt für Archäologie 2009 erstmalig georeferenziert, eine Überarbeitung mit neuen, hochauflösenden Scans ist geplant. 
Bild: Übersicht der georeferenzierten Szenen des Ur-Oeder im Vergleich zum heutigen Sachsen.

Übersicht der georeferenzierten Szenen des Ur-Oeder im Vergleich zum heutigen Sachsen.  
(© Landesamt für Archäologie)

Dr. Reiner Göldner

Referent Geografisches Informationssystem - GIS

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Kurzinformation zum DIA

DIA English Information

Open GIS in der Archäologie

Georeferencing the first Map Set of Saxony

Dokumentations- und Informationssystem Archäologie – Studie zur Datenstruktur

© Landesamt für Archäologie