1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Bürgerarbeit Archäologisches Archiv

Bild: Funde, Akten und Karteikarten - einige Altbestände das Archäologischen Archivs Sachsen harren noch ihrer Aufarbeitung.

Funde, Akten und Karteikarten - einige Altbestände das Archäologischen Archivs Sachsen harren noch ihrer Aufarbeitung.  
(© Landesamt für Archäologie)

Das Archäologische Archiv Sachsen (AAS) beherbergt als zentrales Depot für archäologische Funde des Freistaates mittlerweile etwa 19 Millionen Objekte. Ständig treffen neue Funde ein, die vor ihrer Archivierung erst inventarisiert werden müssen. Ein umfangreicher, nicht erfasster Altbestand hat sich so gebildet, der nun dank einer 35-monatigen Bürgerarbeit verringert werden konnte.
Zu den anfänglichen Arbeiten gehörte die Bearbeitung von Fundeingängen. Das umfasste das Waschen, die Aufarbeitung und die Beschriftung der Scherben sowie deren Registrierung. Überdies mussten die Funde sachgerecht für den Eingang in das Depot verpackt  werden.
Eine weitere Hauptaufgabe bestand in dem Aufbau eines Datenbestandes archäologischer Altfunde.
Hierzu gehört unter anderem das Fundmaterial des Projektbereiches Rodewisch, das in kleinen Losen nach Dresden überstellt wird und hier datenbankgestützt  verwaltet  werden kann. Dabei handelt es sich um Ausgrabungsstücke der alten Wasserburg Göltzsch aus dem späten 13. Jahrhundert, wo von 1937–1939 archäologische Grabungen unter der Leitung des späteren sächsischen Landeskonservators Hans Nadler stattfanden. 
Bild: Auch die Inventarisierung der Metallsammlung konnte voran getrieben werden.

Auch die Inventarisierung der Metallsammlung konnte voran getrieben werden. 
(© Landesamt für Archäologie)

Auch die Altfunde der Metallsammlung mussten mit den bereits vorhandenen Datensätzen abgeglichen oder neu erstellt werden. Dabei waren offensichtliche Fehler zu korrigieren und fehlende Angaben wie Maße und Gewichte zu ermitteln und einzutragen. Die Objekte wurden an die Fotografin übergeben und  anschließend wieder eingeordnet. Bisher konnten so ca. 3000 Datensätze mit zum Teil mehreren Einzelstücken bearbeitet werden. In vielen Fällen der Fundbestimmung war eine enge Zusammenarbeit mit dem Referatsleiter Dr. Heynowski nötig, um eine zweifelsfreie Zuordnung zu erreichen. Aus dieser Zusammenarbeit heraus ist ein betriebsinterner Katalog zur „Nadelbestimmung“ entstanden, der später in die Publikation „Bestimmungsbuch Archäologie 3 – Nadeln, erkennen bestimmen beschreiben“ einfloss.
Notwendig für all diese Tätigkeiten waren der sichere Umgang mit dem PC und die Erarbeitung von Grundkenntnissen zu Aufbau und Nutzung von Datenbanken allgemein und deren speziellen Umsetzung im LfA. Dazu war es notwendig, neben der Datenbanksoftware MS-Access auch MS-Excel für die vielen zu erstellenden Statistiken und Tabellen nebst dem Entwurf von notwendigen Berechnungsformeln zu erlernen. 

Marginalspalte

Wissenswertes

Vom Urnenstechen und selbstwachsenden Töpfen

Die süße Seite des LfA

© Landesamt für Archäologie