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Bürgerarbeit Luftbildarchiv

Bild: Archäologie aus der Luft: zahlreiche Fundstellen sind mittlerweile dank systematischer Befliegung bekannt.

Archäologie aus der Luft: zahlreiche Fundstellen sind mittlerweile dank systematischer Befliegung bekannt. 
(© Landesamt für Archäologie)

Zu den klassischen Methoden der archäologischen Dokumentation gehört die sogenannte Luftbildarchäologie. Dabei werden archäologische Fundstellen von einem Kleinflugzeug aus erkundet und fotografiert. Auf dieses Weise sind am Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) in den vergangenen zwanzig Jahren mehrere zehntausend Dias entstanden. Zur Sicherung des Bildbestands und für eine moderne Nutzung sowohl im Haus als auch für eine wissenschaftliche Öffentlichkeit bietet das digitale Bild wesentliche Vorteile. Das Hauptziel dieser Bürgerarbeit war es, eine repräsentative Auswahl aus dem analogen Luftbildbestand (Dias, Schwarzweißbilder) zu digitalisieren und für die Präsentation vorzubereiten. Der Bestand an digitalen Bildern bildet einen Baustein für ein gut funktionierendes und aussagekräftiges Dokumentations- und Informationssystem Archäologie (DIA) in Sachsen. Es dient in seiner Gesamtheit der Erfassung und Speicherung sowie der Recherche und Ausgabe von archäologischen Informationen. Da diese Informationen einen starken geografischen Bezug haben, werden sie mit einem Geografischen Informationssystem (GIS) verwaltet, welches mit der Datenbank gekoppelt ist. So können jederzeit zu einer geografischen Ortsangabe alle vorhandenen archäologischen Informationen abgefragt und bearbeitet werden.
Bild: In der Datenbank werden die vorhandenen Luftbilder mit zusätzlichen Informationen verknüpft und so besser recherchierbar gemacht.

In der Datenbank werden die vorhandenen Luftbilder mit zusätzlichen Informationen verknüpft und so besser recherchierbar gemacht.  
(© Landesamt für Archäologie)

Zu Beginn des Bürgerarbeiterprojektes fand eine intensive Einarbeitung durch die Leiterin des Luftbildarchivs Dipl.-Prähist. Mikschofsky und den Referatsleiter Dr. Heynowski statt. Dazu gehörten auch eine Einweisung und das Erlernen der Scanner Nutzung sowie der Datenbanksoftware MS-Access. Außerdem gab es eine Einführung in die Luftbildprospektion, die grundlegenden Kennzeichen von Bodendenkmalen und deren Erkennung anhand von Bewuchsmerkmalen.
Für die Digitalisierung mussten zu jeder einzelnen Fundstelle und jeder dort im Laufe der Zeit stattgefundenen Befliegung die aussagekräftigsten Luftbilder ausgewählt werden. Anschließend wurde ein Vorschaubild erstellt und mit allen zugehörigen ortsrelevanten Informationen in die Datenbank eingearbeitet. Ein Teil der Informationen war bereits in der Datenbank vorhanden, andere Sachdaten wurden den Flugaufzeichnungen entnommen. In seltenen Fällen musste auf das archivierte Schwarz-Weiß-Filmmaterial zurückgegriffen werden.

Im ersten Halbjahr erfolgte die Bearbeitung meist noch mit Unterstützung und nach Vorgabe durch die Mitarbeiter der Abteilung. Nach intensiver Einarbeitung und zunehmendem Beurteilungsvermögen erfolgten die Auswahl geeigneter Dias und alle weiteren Arbeitsschritte bis zum Einpflegen in die Datenbank dann eigenverantwortlich.

Insgesamt konnten während dieses Projektes aus dem vorhandenen analogen Luftbildbestand 20 600 Dias gescannt und in die Datenbank eingepflegt werden.  


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