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Archiv 2013

14.11.2013 - Kulturelles Erbe und Neue Technologien – die Tagung CHNT 18

Bild

CNHT 18 in Wien
(© Landesamt für Archäologie)

Tagung in Wien widmet sich Schwerpunktthema ­­»Urban Archaeology and Correct Documentation«

Vom 11. Bis 13. November 2013 fand in Wien die 18. Tagung „Cultural Heritage and New Technologies“ (CHNT 18) statt, wie immer bestens organisiert durch die Stadtarchäologie Wien um Wolfgang Börner. In diesem Jahr lautete das Schwerpunktthema „Urban Archaeology and Correct Documentation “ und die Sessions widmeten sich Themen wie

  • Archaeological Documentation with New Technologies
  • Infrastructures and Services for Sharing Archaeological Documentation
  • 2D to 3D: Innovations in Cost Efficient and meaningful Documentation
  • Authenticity in the Archives
  • Documenting the Dead.

Einige interessante Vorträge seien hier erwähnt:

  • Kathryn Chew (USA) präsentiert ihre Arbeit über Meinungsforschung zu archäologischen Themen in sozialen Netzwerken (Facebook).
  • M. Block-Berlitz und B. Ducke (D) berichten über die Enticklung von Methoden für die einfache Bedienung eines „Archaeocopters“ zur effizienten Erstellung von 3D-Modellen per SFM (Structure from Motion), wobei eine erste Vorschau zur Bewertung der Qualität der erfassten Daten quasi online erfolgt.
  • A. Masur (A) und K. May (UK) verweisen darauf, dass letztendlich auch die Dokumentationsmethode dokumentiert werden muss, z.B. durch Onthologien wie CIDOC/CRM.
  • M. Doerr (D) und G. Hiebel (GR) verweisen anschließend auf die neu erarbeiteten Erweiterungen von CIDOC/CRM für archäologische Belange (.geo für Georeferenzen, .archaeo für archäologische Inhalte und weitere). Damit sind erhebliche Hürden für die Akzeptanz in der Archäologie gefallen.
  • S. Stead und M. Charno (UK) lassen die Zuhörer von ihrem speziellen Know How zum ADS (Archaeological Data Service) profitieren, dem wohl am weitesten entwickelten archäologischen Digitalarchiv.
Bild: Dr. Reiner Göldner anlässlich seines Vortrages in Wien.

Dr. Reiner Göldner anlässlich seines Vortrages in Wien. 
(© D. Bibby)

In der auf eine Idee von David Bibby (Landesdenkmalpflege Baden-Württemberg) und Reiner Göldner (Landesarchäologie Sachsen) zurückgehenden Session „Authenticity in the Archives“ wurden ganz spezielle Aspekte der langfristigen Bewahrung archäologischer Dokumente diskutiert:
  • Der Themenvortrag von D. Bibby (D) und R. Göldner (D) widmete sich in theoretischer Hinsicht den Herausforderungen, die „Authentizität“ im digitalen Bereich mit sich bringt. Die Schlussfolgerung ist, dass für alle zu archivierenden Dokumente Authentizitätskriterien festgelegt werden müssen, überprüfbare Eigenschaft en. Nur so kann Authentizität gewährleistet werden, wenn Systeme und Programme aktualisiert und dazu Daten und  Dokumente migriert und  werden müssen
  • G.Hausar (A) stellte eindrucksvoll dar, welche Probleme die Bewahrung von Computerspielen schon heute, nur wenige Jahre nach der Entstehung mit sich bringt. Die Erhaltung der Hardware, aber auch rechtliche Probleme bzgl. Urhebern und Lizenzen spielen eine Rolle. Und wie archiviert man eigentlich Online-Spiele, die letztendlich nur über die Vielzahl der Mitspieler lebendig und damit authentisch werden?
  • I. Huvila (S) untersuchte anhand eines abstrakten Beispiels, einem Kugelschreiber, wie eine authentische Beschreibung eines Gegenstandes aussehen könnte und kommt zu dem Ergebnis, dass neben Messwerten immer auch (ggf. unterschiedliche) Interpretationen Raum haben müssen. Seine Ideen berühren schon Aspekte aus dem Grenzbereich zwischen Technik und Soziologie.

Insgesamt gesehen brachte die 18. Tagung CHNT wieder viele interessante Anregungen dafür, wie die Arbeit der Archäologen durch die Anwendung moderner Technologien unterstützt und befördert werden kann. Interessenten sei die Website der Tagung empfohlen, auf der später auch die Online-Veröffentlichung der Vorträge zu finden sein wird:

http://www.chnt.at/ 
 


Dr. Reiner Göldner

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