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Archiv 2013

21.11.2013 - Grabungen im Bautzner Dom St. Petri vor dem Abschluss

Bild

Das Langhaus und die Seitenschiffe von St. Petri bieten zur Zeit ohne die Kirchenbänke ein ungewöhnliches Bild.
(© Landesamt für Archäologie)

Mauerreste eines Vorgängerbaus aufgedeckt

Die archäologischen Untersuchungen im Innenraum des Bautzner Doms St. Petri können nun erfolgreich abgeschlossen werden. Grabungsanlass ist die umfangreiche Domsanierung, die mit der Verlegung neuer Elektroleitungen einhergeht und somit archäologische Arbeiten notwendig macht. Die dabei angelegten Schnitte brachten Spektakuläres zum Vorschein. So stieß man im nördlichen Kirchenschiff auf die Fundamente des Vorgängerbaus, über den bislang nur Vermutungen angestellt werden konnten. Die neuen Befunde machen nun eine umfassende Bewertung der Baugeschichte möglich. Weitere Mauerreste kamen im Westteil des Doms zutage. Zwischen ihnen wurden alte Grabplatten aufgedeckt, über deren etwaige Verzierung sich bislang nichts sagen lässt. Sie werden im Untergrund verbleiben.
  
Nachdem im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts in Bautzen ein Kollegiatsstift gegründet worden war, musste die alte Pfarrkirche St. Johannes einem neuen Bau weichen. So wurde 1221 die neue Stadt- und Pfarrkirche geweiht, die noch im 13. Jahrhundert das Patrozinium Petri erhielt. Im 15. Jahrhundert erhielt der Bau seine heutige Gestalt als spätgotische Hallenkirche. Dazu kam kurze Zeit später ein äußerst seltenes viertes Schiff auf der südlichen Seite. Eine weitere Besonderheit des Bautzner Doms ist seine Nutzung als Simultaneum. Er gehört zu den ältesten Simultankirchen in Deutschland, in denen sowohl katholische Messen als auch evangelische Gottesdienste abgehalten werden.

Bild: Grabungsleiter Matthias Gutsche erläutert bei einem Pressetermin die jüngst freigelegten Mauerbefunde – u.a. eine stark abgenutzte Türschwelle der Vorgängerkirche.

Grabungsleiter Matthias Gutsche erläutert bei einem Pressetermin die jüngst freigelegten Mauerbefunde – u.a. eine stark abgenutzte Türschwelle der Vorgängerkirche. 
(© Landesamt für Archäologie)

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