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Archiv 2013

21.05.2013 - Kleiner Aufschluss – große Wirkung: Archäologische Grabungen auf einem Radweg bei Milstrich, Kr. Bautzen

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Einige Gräber waren besonders gut erhalten – hier ein Befund, bei dem sich mehrere Beigefäße um die Urne gruppieren
(© Landesamt für Archäologie)

Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV), Niederlassung Bautzen und der ausführenden Baufirma Matthäi sowie mit der tatkräftigen Unterstützung ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger war es möglich, zwei bereits bekannte Fundstellen westlich der Schwarzen Elster genauer zu untersuchen.

Nördlich von Milstrich verzeichnen die Ortsakten des LfA einen Oberflächenfund, der eine Siedlung aus der Bronzezeit wahrscheinlich macht. In diesem Bereich wurden nun im Verlauf der Radwegtrasse Befunde angetroffen, die zeigen, dass die räumliche Ausdehnung der Siedlung deutlich größer ist, als bislang angenommen wurde. Bei den Befunden handelte es sich um Gruben und Pfostenlöcher, die unterschiedlich gut erhalten sind. Regelhafte Strukturen, wie beispielsweise Hausgrundrisse, konnten durch den kleinen Grabungsausschnitt nicht entdeckt werden.
  
Groß war die Überraschung, als die Archäologen auch südlich der Ortslage fündig wurden. Hier befindet sich innerhalb der ohnehin schon schmalen Radwegtrasse als Störung ein alter Kabelgraben, aus dem bereits Mitte der 80iger Jahre bei einer Notbergung drei Urnengräber mit Steineinbauten geborgen werden konnten. Durch diese Störung und die langjährige landwirtschaftliche Nutzung des Areals waren erhaltene Befunde eigentlich nicht zu erwarten. Und tatsächlich wurden zunächst nur Scherbenhaufen angetroffen, die kaum noch als Gräber zu identifizieren waren.

Bild: Die Archäologin Martina Wegner, die derzeit ein Volontariat im Landesamt für Archäologie absolviert, mit einem frisch ausgegrabenen Lausitzer Gefäß

Die Archäologin Martina Wegner, die derzeit ein Volontariat im Landesamt für Archäologie absolviert, mit einem frisch ausgegrabenen Lausitzer Gefäß 
(© Landesamt für Archäologie)

Erfreulicherweise konnten im Verlauf der Grabungsarbeiten jedoch auch einige sehr gut erhaltene Urnengräber mit bis zu 10 Beigefäßen „in situ“ dokumentiert werden. Während der Großteil der Grabstellen nach einer ersten Sichtung in die Jungbronzezeit datiert, weisen einzelne Scherben (Buckelkeramik, Omphalosschale) auf eine gewisse zeitliche Tiefe der Fundstelle hin. Am Rande sei außerdem noch erwähnt, dass auch die Spuren der alten Notbergung noch erfasst werden konnten.
 
A. Kaltofen, R. Wegener, M. Wegner

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