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Archiv 2013

15.04.2013 - Auf den Spuren von Gana? Die frühmittelalterliche Burganlage von Hof-Stauchitz

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Das Burggelände wurde Anfang der 1970er Jahre und 2003 vermessen. Ein Vergleich der Höhenmodelle zeigt: Flächen mit hohem Bodenabtrag (rot), mit geringerem Bodenabtrag (grün), Ablagerung des Erosionsmaterials (blau).
(© Landesamt für Archäologie)

Die frühmittelalterliche Befestigung von Hof-Stauchitz gehört zu den wichtigsten Burganlagen in Sachsen. Das Bodendenkmal ist durch Überpflügung stark gefährdet und hat bereits erheblich an Substanz eingebüßt.

Seit Jahrzehnten diskutieren Historiker und Archäologen, ob hier nicht jene legendäre Slawenfestung »Gana« gestanden habe, die Heinrich I. während seines Feldzuges im Winter 928/929 nach zwanzigtägiger Belagerung erobert haben soll. So jedenfalls schildert Widukind von Corvey in seiner Sachsengeschichte die Ereignisse um die »urbs quae dicitur Gana«, die der Gründung Meißens vorausgegangen sein müssen.
 
Immerhin ist es bei Grabungen 2003 gelungen, eine mehrphasige Wehranlage nachzuweisen, die sukzessive zu  monumentalen Ausmaßen ausgebaut wurde. Sie ist nach vielen Jahren ackerbaulicher Nutzung stark eingeebnet und gibt sich im Gelände nur noch als flache Erhebung zu erkennen. Durch den Vergleich von Höhenmodellen wissen wir, dass der Wall in den letzten vierzig Jahren erheblich geschrumpft ist.

Bild: Das im Frühjahr 2013 freilegte Kastenwerk. Ackergeräte greifen bei einer Bearbeitungstiefe von mehr als 25 cm bereits in diese Strukturen ein.

Das im Frühjahr 2013 freilegte Kastenwerk. Ackergeräte greifen bei einer Bearbeitungstiefe von mehr als 25 cm bereits in diese Strukturen ein. 
(© Landesamt für Archäologie)

Nach zehn Jahren soll nun durch Sondagen überprüft werden, wie weit die Zerstörung inzwischen fortgeschritten ist. Gleichzeitig wollen wir Konzepte entwickeln, wie diesem schleichenden Prozess Einhalt geboten, und wie die Bedeutung der Anlage noch besser ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gehoben werden kann. Ansätze aus Archäologie, Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus sollen in diese Konzepte einfließen.

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