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Archiv 2009

13.10.2009 - Fund einer Gruft an der Laurentiuskirche in Lichtenstein

Bild

Der Durchbruch in die Gruft unmittelbar neben der Kirchenapsis.
(© Landesamt für Archäologie)

Die während Trockenlegungsarbeiten an der Lichtensteiner Laurentiuskirche am 8.10.2009 beschädigte Gruft wurde heute von Fachleuten des Landesamtes für Archäologie Sachsen in Augenschein genommen.

Die Gruft stammt offenkundig aus dem Spätbarock. Die Halbtonne aus Ziegelstein wurde dabei entweder gleichzeitig mit der Errichtung der spätbarocken Kirche von 1781 - 1786 oder nur wenig später von außen an die nördlichen Apsisfundamente des barocken Baukörpers der Kirche angesetzt.

In der Gruft befinden sich neben offen liegenden menschlichen Gebeinen ein gut erhaltener Kindersarg vermutlich aus Zinn, sowie ein weiterer, bereits stark zerfallener Sarg. Hinweise auf die Herkunft der Toten wurden nicht angetroffen.
Die zuständige Referatsleiterin im Landesamt für Archäologie verfügte in Übereinkunft mit den Vertretern der Bauherren, dass die Gruft wieder verschlossen und gesichert wird. Somit ist die Totenruhe wiederhergestellt und dem Primat der Erhaltung und Bewahrung archäologischer Denkmäler gem. Sächischem Denkmalschutzgesetz wurde Rechnung getragen. Desgleichen wurde entschieden, dass die Gruft in das Trockenlegungskonzept der Kirche integriert wird. Parallel dazu werden die Außenwände der Gruft zunächst händisch von aufliegenden Erdmassen freigelegt, eingemessen und dokumentiert ohne in den baulichen Bestand einzugreifen. Alle weiteren Arbeiten an der Kirche werden ab nun von Vertretern des Landesamts für Archäologie in Absprache mit den Bauausführenden betreut.

Dr. Christoph Heiermann

Referatsleiter Organisation / Öffentlichkeitsarbeit, Sachgebietsleiter Öffentlichkeitsarbeit / Marketing

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