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Archiv 2005

02.03.2005 - Maschinelle Fundbeschriftung - bundesweit erster Prototyp im Einsatz

Bild

Beschriftungsautomat
(© Landesamt für Archäologie)

Vorbei sind die Zeiten, in denen archäologische Fundstücke aus Keramik, Metall, Holz oder Glas mühsam von Hand mit einer Inventarnummer versehen werden mussten. Vorbei auch der Ärger über verlaufende Tinte und abblätternde Lackbezüge.

Die zeitraubende Schreibarbeit übernimmt seit Kurzem ein computergesteuertes Beschriftungsgerät, dessen »Verwandte« in der Industrie etwa Lebensmittelverpackungen mit einem Verfallsdatum versehen. Im Sächsischen Landesamt für Archäologie ist ein in Zusammenarbeit mit der Firma »Beschriftungstechnik Gärtner« aus Glaubitz bei Riesa entwickelter Prototyp im Einsatz, der speziell für die Belange der Archäologie ausgelegt wurde. Das Gerät beschriftet berührungslos unterschiedlich geformte Objekte verschiedener Größen.

Das Fundstück wird auf der vertikal beweglichen Arbeitsfläche unter zwei lasermarkierten Passpunkten positioniert, die Anfang und Ende des variablen Schriftfeldes anzeigen – den Rest übernimmt nach Auslösung einer Fußtaste der »Beschriftungsroboter«. Er spritzt an der ausgewählten Stelle mit einem feinen Tintenstrahl die Inventarnummer präzise auf das Fundstück; je nach Untergrund in schwarzer oder weißer Farbe. Die Schrifthöhe kann von 1 mm bis 12 mm variiert werden. Bei Bedarf wird ein weißer Untergrund vorgesprüht. Die Farbe trocknet innerhalb von Sekunden. Die nötigen Anpassungen werden direkt am Computer in das Gerät eingegeben und auf einem Bildschirm angezeigt.

Bild: Das Keramikfragment liegt in einer Granulatbettung, die Laserpunkte markieren das Schriftfeld

Das Keramikfragment liegt in einer Granulatbettung, die Laserpunkte markieren das Schriftfeld 
(© Landesamt für Archäologie)

Bei einem Volumen von mehreren 100.000 Fundstücken pro Jahr auf den sächsischen Grabungen liegt der Vorteil der elektronisch gesteuerten Beschriftung auf der Hand: Die Beschriftungsleistung liegt, naturgemäß abhängig von der Anzahl der Objekte pro Befund, bei bis zu 600 pro Stunde. Dies führt zu einer immensen Zeit- und Kostenersparnis, verbunden mit einer Präzision und Klarheit der Beschriftung, wie sie manuell nicht zu erreichen ist. 
 
Das Landesamt für Archäologie bietet diese innovative Art der Fund- uns Objektbeschriftung auch als Dienstleistung für Dritte an.  
 
Interessenten wenden sich bitte an Herrn Dr. Reiß.
Tel.: 0351 - 8926 800

robert.reiss@lfa.sachsen.de


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