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Archiv 2009

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17.03.2009 - Grabungen in Dresden, Quartier V/1

Bild

Blick von Südosten auf das Grabungsareal. Im Hintergrund der Kulturpalast, das Schloß sowie das Johanneum (von links nach rechts).
(© Landesamt für Archäologie)

Das kriegszerstörte Quartier V/1 südlich der Frauenstraße am Dresdner Neumarkt soll in diesem Jahr wieder bebaut werden. Im Vorfeld finden dort zur Zeit archäologische Grabungen durch das Landesamt für Archäologie statt.

Die im Rahmen des Neubauvorhabens geplanten Bodeneingriffe machen die archä­ologische Untersuchung und Do­kumentation des Quartiers notwen­dig. Die Grabungen dauern von Februar bis Mai 2009. Die Grö­ße der Fläche beträgt ca. 1000 m².

Aufgrund der Ergebnisse der in den Jahren 2006 und 2007 durchgeführten archäologischen Untersuchungen auf dem östlich anschließenden Quartier V/2 ist davon auszuge­hen, dass die Anfänge der Besied­lung bis in das 13. Jahrhundert zurückreichen.

Bild: Mittelalterliche und neuzeitliche Bauphasen eines Kellergewölbes.

Mittelalterliche und neuzeitliche Bauphasen eines Kellergewölbes. 
(© Landesamt für Archäologie)

Während des 14. und 15. Jahr­hunderts beginnen wohlhabende Dresdner Bürger mit dem Bau stei­nerner Häuser. Sie sind auch für das Quartier V/1  belegt. In der Renaissance- und Barockzeit war das Quartier auch bei Künstlern sehr beliebt. Hier lebten und arbei­teten beispielsweise der Kompo­nist und Schöpfer der Deutschen Oper Heinrich Schütz (1585 -1672) und der Hofgoldschmied August des Starken J. Melchior Dinglinger (1664 -1731).

Nach den Kriegszerstörungen vom 13./14. Februar 1945 und der Ent­trümmerung um 1950 lag das Quartier V/1 bis zum heutigen Tag brach.


Dr. Christiane Hemker

Referatsleiterin Südwestsachsen: Landkreise Erzgebirgskreis (Altkreise Annaberg, Aue-Schwarzenberg, Mittlerer Erzgebirgskreis, Stollberg), Mittelsachsen (Altkreis Freiberg), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Altkreis Weißeritzkreis); Montanarchäologie

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