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Archiv 2007

10.05.2007 - Grabung am Altmarkt

Bild

Befunde verschiedener Epochen am Altmarkt: renaissancezeitliche Wasserleitung (rechts), Marktpflasterung des 14. Jh (Mitte), Fundament des Germania-Denkmals aus dem späten 19. Jh (links hinten). Im Hintergrund der Kulturpalast.
(© Landesamt für Archäologie)

Seit dem 23. April 2007 laufen die archäologischen Untersuchungen auf Dresdens ältestem Platz.

Das Landesamt für Archäologie ist zunächst mit 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einsatz. Anlass für die Maßnahmen ist der Bau einer Tiefgarage unter dem gesamten Altmarktareal durch die Sachsenbau GmbH.

Bild: Der Markt in den 1920er Jahren.

Der Markt in den 1920er Jahren. 
(© SLUB - Deutsche Fotothek)

Bereits im Herbst 2005 erfolgten archäologische Sondagen an der Nordseite des Marktes, die einen ersten Einblick in den Schichtenaufbau des Platzes ermöglichten. Unter anderem wurden renaissancezeitliche Holzwasserleitungen freigelegt, der Belag
der mittelalterlichen Marktplatzoberfläche dokumentiert und Fundamentreste des alten Rathauses lokalisiert.
Bild: Bernardo Bellotto gen. Canaletto - Südost Ecke des Marktes mit Kreuzkirche Mitte des 18. Jh.

Bernardo Bellotto gen. Canaletto - Südost Ecke des Marktes mit Kreuzkirche Mitte des 18. Jh. 
(© )

Die Untersuchungsfläche zeichnet sich durch die Besonderheit aus, dass sie in historischer Zeit größten Teils unbebaut war – eine Ausnahme war das von 1380 – 1707 nachweisbare alte Rathaus, das an der Nordseite des Platzes etwa parallel zur heutigen  Wilsdruffer Straße stand. 1370 fand der Stadtmarkt am Treffpunkt von Wilscher Gasse [Wilsdruffer Straße] und Elbgasse seine erste Erwähnung. Ab 1550 war er unter dem noch heute verwendeten Namen bekannt. In seinen ursprünglichen Abmessungen von 100 x 130 m blieb er über die Jahrhunderte praktisch unverändert. Dabei diente der Platz nicht nur als Markt sondern auch für höfische Feste. Seine Randbebauung wurde laufend der jeweiligen architektonischen Mode angepasst und war bis in die 40er Jahre des 20. Jh. ein herausragendes Beispiel stattlicher bürgerlicher Wohn- und Geschäftsarchitektur. Nach der Zerstörung 1945 wurde der Markt durch Zurücksetzung der Häuserfronten der Neubauten wesentlich erweitert, sodass unter seinen Randbereichen heute noch die Grundmauern und Keller der ehemaligen Bebauung erhalten blieben.

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