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Archäologische Fundaufnahme

Hartz-IV-Maßnahmen in Kooperation mit dem Landratsamt Kamenz

Bild: Mitarbeiterinnen setzen glasierte Ofenkacheln wieder zusammen - im Hintergrund eine große Zahl bereits montierter Gefäße.

Mitarbeiterinnen setzen glasierte Ofenkacheln wieder zusammen - im Hintergrund eine große Zahl bereits montierter Gefäße. 
(© Landesamt für Archäologie)

Seit März 2005 herrscht in der ehemaligen Berufschule in Ottendorf-Okrilla, 10 km nördlich von Dresden, reger Betrieb. Im Rahmen von  Hartz-IV-Maßnahmen (ALG II) wurden vom Landsratsamt Kamenz  zwei Projekte zu je zwölf Personen bewilligt, die von  zwei Archäologinnen des Landesamtes für Archäologie Sachsen  betreut und geleitet werden.

Ziel dieser Projekte ist die Aufnahme von Keramikfunden aus  Dresdner Stadtkerngrabungen. So stammt das Material aus Grabungen auf dem Neumarkt und dem  Altmarkt, wo  in den Jahren 1994-2005 umfangreiche Baumaßnahmen im Stadtzentrum archäologisch begleitet wurden. Zu  weiteren Projekten gehört die Bearbeitung  von Funden aus  Pirna, Lkr. Sächsische Schweiz  sowie aus Delitzsch und Eilenburg, Lkr. Delitzsch.
Nach einer Einarbeitungszeit mit ausführlicher wissenschaftlicher Einführung  sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  mit den gestellten Anforderungen nun gut vertraut.
Sie sind vor allem mit dem Inventarisieren, Zusammensetzen und anschließenden Kleben der Keramikfunde befasst, die aus einen Zeitraum vom 10. bis ins 19. Jh. stammen.
Fertige Objekte z.B. Gefäße, Kacheln aber auch kleine Figürchen werden später vor Ort digital fotografiert und in einer Datenbank erfasst. Damit wird  eine schnelle Auswahl der Objekte für unterschiedliche Projekte wie Dissertationen oder Ausstellungen gewährleistet. Die präzise Erfassung von Gefäßformen, Funktion, Technologie und Datierung werden von wissenschaftlichen Betreuern vor Ort vorgenommen.


Bild: Bildschirmansichten eines 3-D gescannten Gefäßes.

Bildschirmansichten eines 3-D gescannten Gefäßes. 
(© Landesamt für Archäologie)

Ausgewählte Stücke werden in der Zentrale des  Landesamtes  für Archäologie in Dresden Klotzsche mit einem speziellen 3D-Laserscanner dreidimensional aufgenommen und für weitere Publikationszwecke vorbereitet.
Zu den weiteren Aufgaben der Hartz-IV-Mitarbeiter gehört auch das Sortieren und Zusammensetzen von Glasfunden wie Trinkgefäße, Apothekerflaschen, Butzenscheiben und Kelche. Auch diese Stücke werden  zur  weiteren Restaurierung  in die Werkstätten des LfA geliefert.

Aus den über 25 Dresdner Grabungen wurden bis jetzt 2700 Fundobjekte zusammengesetzt, digital fotografiert und in der Datenbank erfasst
Dank der hohen Motivation der Mitarbeiter und der guten Zusammenarbeit mit dem Arbeits- und Sozialzentrum des Landsratsamts Kamenz  gestaltet sich die Projektarbeit sehr erfolgreich.
Im Rahmen des Weiterbildungsangebots  haben die Mitarbeiter  aktuelle Ausstellungen im Japanischen Palais sowie die Restaurierungswerkstätten und die Bibliothek des Landesamtes für Archäologie besucht.


Beata Bielecka-Hoppel

Joanna Wojnicz

Marginalspalte

Ausstellungen

Bild: smac Logo

Sachsens Schaufenster der Archäologie

Kooperationsprogramm SN - CZ

Bild: EU Logo mit Verweis auf die Europäische Union und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Bild: Logo Archaeomontan

ArchaeoMontan 2018 - Mittelalterlicher Bergbau in Sachsen und Böhmen

Archäologische Gesellschaft in Sachsen e.V.

Mitglied von DRESDEN-concept

Bild: Logo von Dresden Concept

Archäologische Denkmale im Projekt PEGASUS

LfA unterstützt das Programm »Pegasus – Schulen adoptieren Denkmale«

Bild: Biehla

Download der Informationen zum Projekt

© Landesamt für Archäologie